KNOW HOW: Renditen und Risiken   Neu als Benutzer?

Know How Renditen und Risiken

Im folgenden Abschnitt werden die Chancen und Risiken der einzelnen Anlagekategorien etwas genauer Analysiert.




Aktien:
Eine Aktie ist ein börsengehandeltes Wertpapier, das einen Eigentumsanteil an einem Unternehmen verbrieft.

der Käufer einer Aktie, der Aktionär, wird durch den Aktienkauf zum teilhaber des Unternehmens Vermögens.

Mit dem erwerb einer Aktie sind einerseits Stimm - und Wahlrecht an der jährlichen Generalversammlung des Unternehmens und andererseits das Recht auf Dividende verbunden.

Aktienkurse widerspiegeln in erster Linie den erwarteten zukünftigen Geschäftsgang eines Unternehmens.

Es liegt in der Natur der sache, dass die Prognose der Zukunft nicht einfach ist; zudem können sich die unternehmensaussichten gerade in der heutigen Zeit sehr schnell verändern.
Dementsprechend unterliegen die Aktienkurse oft grossen Schwankungen.

In der fachsprache wird die Breite dieser Schwankungen als Volatilität bezeichnet.

Merke: Die Volatilität bezeichnet die Stärke der Kursschwankungen und ist somit das Mass für das Risiko der Anlage.

Wie bereits früher angesprochen, wird eine erhöhte Volatilität mit einer höheren erwarteten Rendite belohnt.

Der Schluss, dass Aktien aufgrund dieses deutlichen Renditevorteils den Obligationen vorzuziehen sind, ist aber aufgrund der unterschiedlichen Schwankungsbreite (Volatilität) der Renditen falsch.

Vergleicht man die jährlichen Schwankungen von Aktien und Obligationen, so fällt auf, dass Aktien viel riskannter (volatiler) sind als Obligationen. da das eingegangene Risiko entschädigt wird, rentieren Aktien im Durchschnitt deutliche besser als Obligationen.





Fonds:
Anlagefonds sind im Prinzip nichts anderes als ein Zusammenschluss von Anlegern zu einer Interessengemeinschaft.

Die einzelnen Anleger bringen Geld in einen Fonds ein und erhalten, ihrer Einlage entsprechend, Fondsanteile. Das eingebrachte Kapital wird anschliessend von Spezialisten in eine Mischung von vielen verschiedenen Aktien und/oder Obliagtioenn investiert.

Banken und Versicherungen bieten Anlagefonds mit unterschiedlichen Zusammensetzungen an, so dass sich der Anleger den persönlichen Präferenzen entsprechend einen Fonds aussuchen kann.

Fonds zeichnen sich im Vergleich zu Direktinvestitionen in Aktien und Obliagtionen durch folgende Merkmale aus: Durch Erwerb einer Kombination von vielen verschiedenen Anlagen wird das Risiko, das der Anleger beim Kauf einer einzelnen Aktie oder Obligation eingeht, auf mehrere Anlagen verteilt. Das Risiko eines Aktienfonds ist deshalb immer kleiner als das Risiko einer einzelnen Aktie - man spricht hier von einem Diversifikationseffekt.

Trotzdem sind Fonds nicht von Kursstürzen geschützt - die Kursbewegungen sind aber im Allgemeinen gering.

Für einen Kleinanleger ist eine Investition in mehrere Aktien und /oder Obligationen oft sehr teuer; dieses Problem wird durch den Kauf eines Fonds beseitigt. Fonds ermöglichen demzufolge auch dem Kleinanleger, Anteile an vielen Aktien und/oder Obliagtionen zu kaufen.

Fonds werden von Spezialisten verwaltet; der Anleger muss sich nicht ständig um seine Anlagen kümmern.
Beim Kauf des Fonds bezahlt der Anleger eine Gebühr für den Vertrieb.

Sie bewegt sich zwischen 1 und 5 Prozent. Zusätzlich fallen Kosten für das Management des Fonds an (normalerweise 1 bis 2 Prozent).
Sie werden dem Fondsvermögen direkt belastet, die ausgewiesenen Renditezahlen des Fonds berücksichtigen diese so genannte Management Fee bereits.




Obligationen:
Mit dem Begriff Obligatinen werden Wertpapiere zusammengefasst, bei denen der Schuldner Rückzahlung und Verzinsung für eine bestimmte Laufzeit festlegt.

Der Zinssatz ist dabei von der Qualität des Schuldners und den von vorherschenden verhältnissen am Kapitalmarkt abhängig.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft bespielsweise, die mit der Ausgabe von Obliagationen ("Eidgenossen") einen teil des Staatshaushaltes finanziert, ist ein sehr guter Schuldner, die Wahrscheinlichkeit der Bezahlung - das heisst von Zinsen und der Rückzahlung am ende der Laufzeit - ist sehr hoch.

Von der hohen Qualität profitiert die Schweizerische Eidgenossenschaft insofern, als sie dem Käufer der Obliagtion einen relative tiefen Zins bezahlen muss.

Obligationen von Schuldnern guter Qualität gelten als sicher. Risiken sind insbesondere mit lang laufenden Obligationen verbunden, wenn das allgemeine Zinsniveau während der Laufzeit stark ansteigt.

Die durchschnittliche Wertzunahme über die letzten 75 Jahre betrug 4.6% pro Jahr - die durchschnittliche Teuerung von 2.4% wurde damit mehr als ausgeglichen.

Die erträge aus Obligationen waren beinahe nie negativ und bewegten sich in einer engen Bandbreite, was das geringere Risiko widerspigelt.
Derivate:
Derivate sind Kauf - und Verkaufsrechte, die sich meist auf einen börsengehandelten Wert beziehen (zum Beispiel eine Aktie).

Derivate können unter anderem dafür verwendet werden, Anlagen gegenüber Wertschwankungen abzusicher.

Oft werden derivate Instrumente für hoch spekulative und damit auch sehr riskannte Anlagen eingesetzt.

Vor allem diese Einsatzgebiet macht Derivate für den Laien zu einem eher ungeeigneten Anlageistrument, das nur mit dem nötigen Fachwissen eingesetzt werden sollte.

In den letzten Jahren erfreuten sich in der Schweiz nichtstandardisierte derivate, so genannte Warrants, einer zunehmenden Popularität.

Aufgrund der spekulativen Ausrichtung von Warrants und dem damit verbundenen hohen Risiko eines Totalverlustes ist Vorsicht geboten; wenn überhaupt sollte nur ein sehr kleiner Anteil des vermögens für den Kauf von warrants verwendet werden - auf diese "Spiegelbild" sollte ohne Probleme verzichtet werden können.

Merke: Eine Investition in Derivate, insbesondere Warrants, beinhalten im Allgemeinen ein sehr hohes Risiko und sollte deshalb nur mit dem notwendigen Fachwissen getätigt werden.



   



 

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