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| 1. Bestimmung Risikofähigkeit und Anlagehorizont |
IBevor weitere Entscheide über die Kapitalanlage getroffen werden, ist eine detaillierte Situationsanalyse zu erstellen. dazu gehört die Bestimmung der Risikofähigkeit und des Anlagehorizonts. der Anleger sollte sich dabei gedanken zu seiner jetzigen und zukünftigen finanziellen Situation machen.
Neben der Analyse von Einkommens - und Vermögenssituation stehen Fragen zur verfügbarkeit des Geldes beziehungsweise der Verzichtbarkeit für gewisse Perioden im Vordergrund.
Daneben sind auch die steuerlliche Situation und etwaige finanziellen verpflichtungen beziehungsweise geplante Investitionen zu berücksichtigen.
Der Anleger sollte sich vor dem Investitionsentscheid bewusst werden, wie viel Geld er für eine bestimmte Zeitspanne entbehren kann. Die Bestimmung von Risikofähigkeit und Anlagehorizont ist für eine erfolgreiche Investitionstrategie äusserst wichtig, so dass zu deren bestimmung der Beizug eines professionellen Anlageberaters anzuraten ist.
Alternativ finden sich je länger, je mehr entsprechende Informationen im Internet.
Experten gehen davon aus, dass für Kapitalanlage ein Anlagehorizont von fünf Jahren oder mehr Vorraussetztung ist.
Allgemein gilt, dass bei einem längeren Anlagehorizont mehr Aktien gekauft werden sollten, während bei kürzerem Horizont vermehrt auf risikoärmere Obligationen zurückgegriffen werden sollte.
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| 2. Formulierung der Anlagestrategie |
Bei der Formulierung der Anlagestrategie ist der Beizug professioneller Beratung ratsam. Die Strategie wird auf Risikofähigkeit und Anlagehorizont abgestimmt.
Sie umfasst die Entscheide bezüglich aller Vermögensteile und betrifft somit das genannte Portfolio.
Zusätzlich können und sollen spezielle Präferenzen des Anlegers hinsichtlich der Anlage in bestimmten Ländern, Währungen. Sektoren und Aktien berücksichtigt werden.
Zur Formulierung der Anlagestrategie gehört auch die Definition des so genannten Benchmarkt (eine Art Musterportfolio, das als Messlatte für die langfristige Anlagestrategie dien).
Die resultierende strategische vermögensaufteilung erfolgt nach Ländern beziehungsweise Sektoren und Anlagekategorien (in - und ausländische Aktien, in - und ausländische Obligationen).
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| 3. Auswahl der Depotbank |
Eine Grundvoraussetzung, um Wertschriften zu kaufen und die formulierte Strategie umzusetzen, ist ein Depot bei einem Finanzdienstleister, über den die Wertschriften transaktionen ausgeführt werden können.
Je nach dem wie viel Beratung der Anleger wünscht (respektive braucht), kann er sich an eine traditionelle (Privat -) bank, einen Discount - Broker oder einen Online Broker wenden.
die genannten Finanzdienstleister unterscheiden sich durch Kostenstruktur und Serviceleistungen. Wünscht der Anleger eine persönliche Betreuung und ist ihm eine Anlaufstelle für alle seine finanziellen Bedürfnisse wichtig, so wählt er eine (Privat -) Bank.
Die persönliche Betreuung schlägt sich allerdings in höheren Kosten nieder. Weniger Beratung und demzufolge auch tiefere Kosten bietet ein Discount Broker.
Ebenfalls in der Kategorie der Discount Broker gehören die meisten Onlne Broker. Diese zeichnen sich durch tiefe Gebühren und die Nutzung des Internets aus und verzichten im Normalfall ganz auf beratung.
Merke: Anleger ohne detaillierte Fachkenntnisse sollten die Dienste einer traditionellen Bank in Anspruch nehemn.
Mit wachsendem Wissen kann auf die kostengünstigeren Discount Broker gewechselt werden. |
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| 4. Umsetztung der Strategie |
Nach erfolgter Formulierung der Strategie und Auswahl der depotbank geht es nun an die Umsetzung der in Schritt zwei formulierten Strategie. In der strategischen Vermögensaufteilung wurde eine Unterteilung in verschiedene Anlageklassen vorgenommen.
Jetzt geht es darum, auf Titelebene zu entscheiden und konkret einzelne Aktien und Obliagtionen auszuwählen. Alternativ zur Titelselektion kann die formulierte Vermögensaufteilung auch durch Kauf von Index Zertifikaten erreicht werden.
diese Vorgehen nennt man "passive" Strategie, da sie im gegensatz zur Auswahl auf Titelebene ("aktive" strategie) keine dauernde Überprüfung der positionen (verbunden mit häufigen und kostenintensiven Umschichtungen) erfordert.
Vor allem aus Kostenüberlegungen ist eine (grösstenteils) passive Strategie zu empfehlen.
Dazu kommt, dass die bei der aktiven Strategie notwendigen Entscheide auf Titelebene schwierig sind (Stock picking), denn niemand (notabene auch nicht der Analyst) kennt die zukünftigen Kurse.
Der britische Nationalökonom John Maynard Keynes beschrieb diesen sachverhalt folgendermassen:
" Das Geheimnis des erfolgreichen Börsengeschäfts liegt darin zu erkennen, was der durchschnittsbürger glaubt, dass der Durchschnittsbürger tut." |
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| 5. Überwachung der Positionen |
Eine regelmässige Überwachung des Wertschriften Depots ist eine wichtige Vorraussetzung für die erfolgreiche Kapitalanlage. Verfolgt der Anleger eine aktive Strategie, sollte die Überwachung in kürzeren Abständen erfolgen als bei einer passiven Strategie.
zudem spiel auch das Risiko der Anlagen eine Rolle für die Häufigkeit der Kursbeobachtung; so sollten beispielsweise die Kurse sehr volatiler Aktien oder Warrants
täglich verfolgt werden.
informationen über einzelne Titel, sektoren und Länder findet der Anleger in den Wirtschaftsteilen der meisten Tageszeitungen sowie in spezialisierten Zeitschriften, in Geschäftsberichten der Unternehmen, in Publikationen von Banken und natürlich im persönlichen Gespräch mit dem Anlageberater.
Die Informationsquelle schlechthin für Anleger ist aber das Internet. Es bietet eine schier unüberblickbare Fülle von börsenrelevanten Informationen. Ein besonderer Vorteil des Internets liegt in dessen Aktualität: so sind neben Börsenkursen in Echtzeit und Research - Publikationen der Banken auch sämtliche anderen krsrelevanten Informationen einfach und (Meist) kostenlos verfügbar.
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| 6. Performance Analyse |
Quartalsweise oder zumindest jährlich sollte eine Performace Analyse durchgeführt werden.
Die aktuellen Kurse der einzelnen im Portfolio gehaltenen Titel werden mit den Kursen der Vorperiode verglichen.
Die resultierenden Erträge oder Verluste werden für alle Titel addiert und der sich ergebene Portfolio oder Depot Wert wird mit dem Portfolio oder Depot Wert der Vorperiode verglichen.
Meist erfolgen diese vergleiche sowohl absolut (beispielsweise in Schweizer Franken) als auch in Prozent.
Letztere Methode ermöglicht den vergleich mit der Rendite des in Schritt zwei festgelegten Benchmark; so kann festgestellt werden, ob das zusammengestellte Portfolio besser oder schlechter als die Messlatte beziehungsweise der Benchmark war. |
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